Lehrendenbefragung zum hochschuldidaktischen Angebot

Die Hochschuldidaktik des Ressorts Studium und Lehre im Zentrum für Lehre und Beratung (ZLB) bietet Lehrenden durch verschiedene Formate zu vielfältigen Themen Unterstützung an. Um unser Angebot besser an die Bedarfe der Lehrenden anpassen zu können, haben wir im Sommer 2018 eine Online-Befragung unter den Lehrenden der Hochschule Hannover durchgeführt. Insgesamt nahmen 85 Lehrende an der Umfrage teil. Knapp 70 % der Befragten waren Professor*innen, 17 % Lehrkräfte mit besonderen Aufgaben und 11 % wissenschaftliche Mitarbeitende. Knapp drei Viertel der Befragten (72 %) hatte unser hochschuldidaktische Angebot des ZLB-Studium und Lehre bereits genutzt. 83 % der Befragungsteilnehmenden sind bereits länger als zwei Jahre an der Hochschule Hannover tätig.

Themen der Befragung waren „Herausforderungen für die Lehre“, „Bedarfe und Wünsche an die Hochschuldidaktik“ und „Struktur des Angebots“, die Zustimmung konnte jeweils auf einer 5-stufigen Skala angegeben werden.

Als „Herausforderung für die Lehre“ stuften die Befragten häufig (mehr als 50%[1]) „Mangelnde Vor- und Nachbereitung“, „Defizite beim wissenschaftlichen Arbeiten“ „unterschiedliche Vorkenntnisse“ und „Passives Verhalten“ seitens der Studierenden ein. Bezogen auf die Rahmenbedingungen wurden von 49% der Befragten angegeben, dass „Wenig Austausch unter den Lehrenden“ eine Herausforderung darstellt.

Gefragt nach den „Bedarfen und Wünschen an die Hochschuldidaktik“ zeigt sich ein sehr breit gestreutes inhaltliches Interesse. In dem Fragebogen vorgeschlagene Themenfelder (insgesamt 30) waren u.a. Grundlagen der Hochschuldidaktik, E-Learning/Blended Learing, Problemorientiertes  und /oder forschungsorientiertes Lernen. Während für Fragen nach Grundlagen (7%) oder Lerntheorie (17%) eher geringer Bedarf deutlich wurde, sind für viele andere Themen eine größere aber verteilte Nachfrage zu sehen. Der größte Bedarf zeichnet sich bei den fachspezifischen Methoden (47%), E-Learning/Blended Learning (42%) und Entwicklung neuer Lehrformate (39%) ab. Wir schlussfolgern hieraus, dass die Bedarfe der einzelnen Lehrenden sehr unterschiedlich sind und das Angebot dementsprechend auch thematisch vielfältig sein sollte.

Die Ergebnisse zur „Struktur des Angebots“ der Hochschuldidaktik weisen eine eindeutige Präferenz der Befragten für halbtägige Formate (62%) oder Kurzformate (54%) aus. Hierauf reagieren wir zur Zeit zurzeit mit den Formaten Mittagsgespräch und Feierabendgespräch. Bei diesen Angeboten  steht auch explizit der Austausch unter den Lehrenden im Zentrum. Darüber hinaus finden Workshop- (46%) als auch Beratungs-/Coaching-Angebote (39%) viele Interessenten. Plenumsveranstaltungen sowie Vorträge werden eher wenig nachgefragt (11% bzw. 26%). Daher bleibt unser, typischerweise halbtägiges, Workshopangebot zu vielfältigen Themen bestehen, um so die unterschiedlichen Bedarfe der Lehrenden zu berücksichtigen. Ebenso bleibt das Angebot, sich individuell beraten zu lassen – sei es bei der Entwicklung neuer Lehr/Lernformate oder bei der Bearbeitung von aufgetretenen Schwierigkeiten in der Lehre.

Dank an die Lehrenden, die sich an der Befragung beteiligt haben.

Cornelia Eube (ZLB – SL) und Friedhelm Küppers (ZLB – SL)

[1] Die Prozentzahl bezieht sich hier und im Folgenden auf die Auswahl eine der beiden höchsten Zustimmungswerte auf einer 5-stufigen Skala