Working out Loud für Lernen und Lehre

Working-Out-Loud (WOL) ist eine Methode zum strukturierten und systematischen Aufbau eines Netzwerks, das dazu genutzt werden kann, Themen oder Aufgaben in einer Gruppe von drei bis vier Personen (Studierende, Lehrende, Expert*innen, Kolleg*innen …) zu bearbeiten. Zugrunde liegt das Prinzip des selbstorganisierten, kollaborativen Lernens und Arbeitens: Alle Teilnehmenden bringen sich aktiv ein, teilen ihr Wissen und profitieren dadurch voneinander.

Laut John Stepper, dem Begründer dieser Methode, beinhaltet WOL fünf Kernelemente:

  1. Großzügige Beiträge leisten
  2. Arbeit sichtbar machen
  3. Vernetzung
  4. Meine Arbeit verbessern
  5. Zielgerichtet zusammenarbeiten

Drei bis fünf Teilnehmer*innen treffen sich in 12 aufeinanderfolgenden Wochen jeweils eine Stunde persönlich oder virtuell. Sie bearbeiten gemeinsam individuellen (Lern-)Themen mit Hilfe der Circle Guides von John Stepper. Diese Guides enthalten Vorschläge zur Beschreibung des eigenen Lernziels, Einsatz von virtuellen Tools wie z.B. Twitter, Aufbau eines Netzwerks zum Informationsaustausch und zahlreiche Reflexionsaufgaben zum eigenen Lernverhalten.

In diesen 12 Wochen bauen die Teilnehmer*innen Kompetenzen in der digitalen Kollaboration und der Selbstorganisation aus. Die eigene Arbeit wird sichtbar und vom ausgebauten Netzwerk unterstützt. Ein persönliches Lernziel wird über den gesamten Verlauf von 12 Wochen verfolgt, ist idealerweise zum Abschluss erreicht oder mündet in einen weiteren WOL Circle. Bei den Teilnehmern*innen findet darüber hinaus eine Verhaltensänderung hin zu großzügigem Teilen von Informationen statt.

Eingesetzt werden könnte dieses Lernkonzept in der Studieneingangsphase von berufsbegleitend Studierenden. Sie sind z.T. über Jahre in ihren jeweiligen Einrichtungen tätig und knüpfen mit diesem Lernkonzept Kontakte zur Fachcommunity. Der digitale Austausch und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit stehen hierbei im Vordergrund.

Für Studierende in der Phase der Abschlussarbeit, Bachelor oder Master, ist WOL hilfreich, weil es die ‚Sichtbarkeit‘ der Abschlussarbeit erhöht und den Kontakt zu möglichen Arbeitgebern unterstützt.

Individuelle Anpassungen der Circle Guides sind in beiden Szenarien denkbar.

Weitere Informationen:

Offizielle Webseite: http://workingoutloud.com/

deutschsprachige Circle Guides: https://workingoutloud.com/de/circle-guides

Die deutschsprachige WOL-Community organisiert sich u.a. auf yammer: https://www.yammer.com/wolde

Die WOL-Gruppe auf XING, mit einem regen Austausch zu WOL und vielen Erfahrungsberichten: https://www.xing.com/communities/groups/working-out-loud-nummer-wol-879e-1099489

Ein WOL-Wiki, der sich noch im Aufbau befindet, in dem alle WOL-Begeisterten Inhalte erstellen und miteinander teilen können. Das Wiki bietet auch die Möglichkeit einen WOL-Circle zu finden: http://wol.wiki/de/start

WOL-Gruppe auf Facebook mit inzwischen über 2000 Mitgliedern: https://www.facebook.com/groups/workingoutloud/

Text: Dr. Anke Wittich

Asiatische Studierende – lehren und lernen im interkulturellen Kontext

Rückblick auf das Feierabendgespräch am 15.01.2019

Am 15. Januar trafen sich 15 Lehrende und Mitarbeiter*innen der Fakultäten und zentralen Einrichtungen der HsH zu einem Feierabendgespräch im Pedelec Cafè, um sich über ihre Erfahrungen mit asiatischen Studierenden in Lehrveranstaltungen und im täglichen Umgang auszutauschen.

Viele Teilnehmer*innen haben bereits Lehr- und/oder Auslandserfahrungen in China gesammelt oder arbeiten regelmäßig mit asiatischen Studierenden und haben so wesentliche Erkenntnisse über die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe gewonnen. Berichtet wurde z.B. über das Verhalten asiatischer Studierender in Lehrveranstaltungen, vermeintliche Unterschiede in der Arbeitsweise zwischen deutschen und asiatischen Studierenden und teilweise auftretende Schwierigkeiten in der Kommunikation. Ein „Best Practice Beispiel“ von Anne Nadolny (Fak. II) zeigte, wie asiatische Studierende besser in Laborveranstaltungen integriert werden können.

Deutlich wurde in dem Gespräch, dass es nicht „die“ asiatischen Studierenden gibt, sondern dass es sich dabei um eine heterogene Gruppe handelt, u.a. auch bedingt durch die unterschiedlichen Herkunftsländer.

Es war ein sehr spannender Austausch und wir freuen uns auf das nächste Feierabendgespräch. Dazu werden alle Kolleg*innen der Hochschule eingeladen.

Vielen Dank an das Team des Pedelec-Cafés!

Von Lehrenden für Lehrende

Lehrende im Austausch über problem- und projektorientiertes Lernen


Wer sind wir?

Wir sind eine Runde von Lehrenden aus verschiedenen Fakultäten:

Henning Austmann, Silke Clausing, Barbara Hellige, Benjamin Kolb,
Anne Nadolny, Antje Schürmann, Anke Wittich.

Uns verbindet, dass wir in unseren Lehrveranstaltungen mit der Methode des problem- und projektorientierten Lernens arbeiten, zukünftig arbeiten wollen oder allgemein daran interessiert sind.

Wir nutzen diese Methode, weil es uns wichtig ist, dass Studierende

  • selber aktiv werden und Verantwortung übernehmen
  • lernen, komplexe Aufgabenstellungen und Probleme zu bearbeiten
  • mit Bezug zu ihren späteren Berufsfeldern lernen
  • erkennen, wofür sie das im Studium erworbene Wissen nutzen können

Was machen wir?

Wir wollen voneinander lernen. Deshalb treffen wir uns seit 2015 einmal pro Semester, um uns über die Umsetzung des problem- und projektorientierten Lernens auszutauschen. Wir

  • diskutieren unsere Lehrveranstaltungskonzepte
  • holen uns Anregungen
  • erörtern typische Umsetzungsprobleme
  • unterstützen uns gegenseitig

Unsere Runde ist offen!

Wir freuen uns über weitere Lehrende, die in unserer Runde mitarbeiten wollen – gerne auch erst einmal zur ‚Probe‘. Wenn Sie interessiert sind, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Koordinatorin

Monika Stöhr
ZLB – Studium und Lehre
monika.stoehr@hs-hannover.de

A.4.1 Workshop: Interkulturelle Handlungskompetenz (IKHK) für Lehrende

Interkulturelle Handlungskompetenz (IKHK) ist die Fähigkeit zu kooperativem sozialem Handeln in interkulturellen Kontexten. Für Lehrende an Hochschulen gehört IKHK angesichts der Internationali­sierungsprozesse zu den zentralen Kernkompetenzen in der beruflichen Praxis. In diesem Workshop wird am Beispiel der additiven Lehrveranstaltungen an der Hochschule Hannover dargestellt, wie und mit welchen Methoden sowie Inhalten das Lehr-Lern-Ziel IKHK vermittelt werden kann. Daneben wird erarbeitet, wie interkulturelle Lerninhalte in die Unterrichtspraxis der einzelnen Lehrenden integriert werden kann. Gemeinsam wird darüber nachgedacht, wie das Bewusstsein der Lehrenden für Kultur, Kommunikation und interkulturelles Handeln in den fach­spezifischen Lehrveranstaltungen ein integrativer Inhalt sein kann.

Zielgruppe: Lehrende aus allen Bereichen der Hochschule

Leitung: Dr. Oliver Eß, ZSW – International Office

Termin: 23.09.2016, 09:00 – 16:00 Uhr

 

Anmeldungen bitte unter weiterbildung@hs-hannover.de

Ist die Hochschule fit für 4.0?

Unter dem Titel „Industrie 4.0 – Welche Herausforderungen stellen sich für die Lehre?“ fand am 26. Mai 2016 ein Workshop mit Lehrenden der Hochschule Hannover (HsH) statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, was Industrie 4.0 für die Studierenden der Hochschule bzw. für die Kompetenzen/angestrebten Lernergebnisse der verschiedenen Studiengänge bedeutet.

Im Zuge der so genannten vierten industriellen Revolution wachsen IT- und Produktionstechnologie weiter zusammen. Fast alle (Dienstleistungs-)Branchen werden durch die Entwicklung mittelfristig ebenfalls die Geschäftsmodelle verändern. Damit ändern sich auch die Anforderungen für die Beschäftigten und für die Studierenden. Die Mehrzahl der Studiengänge an der HsH ist in diesen Prozess involviert.

Welche Auswirkungen hat Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt? Hierzu gibt es erste Antworten, aber auch noch offene Fragen. Unstrittig ist, dass die Aufgaben traditioneller Produktions- und Wissensarbeiter weiter zusammenwachsen. Noch weitgehend unklar ist, ob es z.B. zu einer Erosion bisher anspruchsvoller Aufgaben in der Systemüberwachung kommt und nur begrenzt qualifizierte Überwachungstätigkeiten bleiben.

Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Niemann aus der Fakultät I – Elektro- und Informationstechnik der HsH erklärte, dass Industrie 4.0 kein einzelnes Lehrfach ist, sondern einen interdisziplinären Ansatz erfordert. Dieser müsse in verschiedenen Fächern des Curriculums berücksichtigt werden, insbesondere in der Automatisierungstechnik, der Produktionsplanung und der Informatik. Auch ein fakultätsübergreifendes Denken sei notwendig, wie es in der von Herrn Niemann initiierten Modellfabrik praktiziert werden soll. Prof. Dr.-Ing. Robert Patzke aus der Fakultät I riet zu einer kritischen Betrachtung von Industrie 4.0.angesichts praktischer Erfahrungen mit Sachzwängen bei der anwendenden Industrie. Prof. Dr.-Ing. Paul Diersen aus der Fakultät II – Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik hat mit seinem Labor „Digitale Fabrik und Produktentwicklung“ und den Arbeitsschwerpunkten „Konstruktion und Produktentwicklung“, „Fertigungsplanung und Simulation“ sowie „Monitoring und Assistenzsysteme“ das Thema Industrie 4.0 bereits praxisnah umgesetzt. Frau Dr.-Ing. Christiane Rudlof aus dem Ressort ZSW – Studium und Lehre wies darauf hin, dass die rein technische Perspektive auf Industrie 4.0. zu kurz greife. Industrie 4.0 sei auch als soziotechnisches System zu gestalten, d.h. dass das Zusammenspiel von Technik, Organisation und Mensch berücksichtigt werden müsse. Dies beinhalte die wachsende Bedeutung der Mensch-Maschine-Schnittstelle in cyber-physischen Systemen, bei der Mensch-Roboter-Kollaboration, bei Assistenzsystemen sowie der Nutzung von Web 2.0-Technologien und dem Einsatz mobiler Arbeitsmittel. Zudem müssten die Aspekte der Arbeitsgestaltung beachtet werden. Im Anschluss zeigte Frau Rudlof auf, was Ministerien, Institutionen und Verbände zu Industrie 4.0 und Kompetenzentwicklung veröffentlichten. Immer wieder sind hierbei die Aussagen zu finden, dass neben technologischem Know-how und organisatorischen Fähigkeiten insbesondere das inter- und transdisziplinäre Denken und Handeln gefragt ist, ebenso wie das Denken in vernetzten soziotechnischen Systemen. Aber auch Notwendigkeiten wie prozesssensibles Handeln, Verständnis für Mensch-Maschine-Interaktion, Umgang mit Informationskomplexität oder virtuelles Modellieren werden angemerkt. Deutlich wird dies auch in Forderungen wie

  • “shift toward design thinking instead of production thinking“
  • „to think across business models, production processes, machine technology and data-related procedures“.

Im Workshop diskutierten die Lehrenden darüber, ob Industrie 4.0 auch für Curricula der Hochschule Hannover neue Kompetenzen und Lehrinhalte/-methoden erfordert. Einigkeit herrschte darüber, dass bereits in diese Richtung gearbeitet wird, es jedoch auch noch viel  Potenzial gibt. Dies betrifft zum Beispiel die passenden Prüfungsformen. Aus diesem Grund ist nun ein erstes fakultätsübergreifendes Lehrprojekt in Planung. Dieses soll unter anderem die Frage im Focus haben, welche speziellen Kompetenzen erforderlich sind, um erfolgreich über die Disziplinen hinweg zusammenzuarbeiten und kommunizieren zu können. Interessierte können sich bei Herrn Prof. Dr.-Ing. Nils Waldt aus der Fakultät II via Telefon -1316, via E-Mail: nils.waldt@hs-hannover.de melden.

Außerdem folgt im Wintersemester eine fakultätsübergreifende Ringvorlesung zum Thema Industrie 4.0. Wer Interesse hat, daran mitzuwirken, nimmt bitte zu Prof. Dr.-Ing.  Paul Diersen via Tel. -1330 oder E-Mail: paul.diersen@hs-hannover.de Kontakt auf.

Für weitere Rückfragen zum Thema Industrie 4.0 steht Ihnen Frau Dr.-Ing. Rudlof (Tel. – 3736, E-Mail: christiane.rudlof@hs-hannover.de) gerne zur Verfügung.

Rückblick auf die Veranstaltung „Neu in der Hochschullehre“

Am Mittwoch, 22. Juni 2016, fand die Begrüßungsveranstaltung  für neue Lehrende an der Hochschule Hannover (HsH) statt.  Die Teilnehmer_innen aus vier Fakultäten wurden von der Vizepräsidentin Prof. Dr.- Ing. Marina Schlünz sowie verschiedenen Vertreter_innen des Zentrums für Studium und Weiterbildung (ZSW) begrüßt.

Die Leiterin des ZSW, Dagmar Thomsen, gab den neuen Lehrenden einen kurzen Überblick über das Leistungsspektrum des Bereichs. Das Team (Fach-)Didaktische Beratung aus dem Ressort ZSW – Studium und Lehre stellte die aktuelle Entwicklung in der Hochschullehre und das Beratungs-, Unterstützungs- und Weiterbildungsangebot für Lehrende an der HsH vor. Zudem wurde ihnen von Dr. Stephan Tjettmers aus dem Ressort ZSW – E-Learning der didaktisch fundierte Einsatz von E-Learning-Elementen aufgezeigt. Darüber hinaus gab es Raum zum Austausch und zur Diskussion.

Begrüßungsveranstaltung „Neu in der Lehre“

Neue Lehrende an der Hochschule Hannover sind herzlich eingeladen, an einer Begrüßungsveranstaltung, organisiert vom Ressort Studium und Lehre, teilzunehmen.

Am 22. Juni 2016 werden ab 14 Uhr die neuen Lehrenden am Standort Bismarckstraße von der Vizepräsidentin Prof. Dr.-Ing. Marina Schlünz und von verschiedenen Vertretern aus dem ZSW – Studium und Weiterbildung begrüßt.

Im Mittelpunkt des Nachmittags stehen Informationen und Austausch über das Thema Lehre und Lernen. Außerdem bekommen die neuen Lehrenden einen Einblick in

  • das Zentrum für Studium und Weiterbildung,
  • das Beratungs-, Unterstützungs- und Weiterbildungsangebot für Lehrende sowie
  • den didaktisch fundierten Einsatz von E-Learning-Elementen.

Mitwirkende:

  • Dagmar Thomsen (ZSW – Leitung)
  • Team (Fach-)Didaktische Beratung (ZSW – Studium und Lehre)
  • Team ZSW – E-Learning Center

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung: didaktik@hs-hannover.de.

Anmeldung zur Weiterbildung „WindH“

Der bereits achte Durchgang der „Weiterbildung in der Lehre – WindH“ beginnt im Wintersemester 2016/17. Ab sofort nimmt das Ressort Studium und Lehre Anmeldungen von interessierten Lehrenden entgegen.

Bis zum 5. August können sich Lehrende der Hochschule Hannover (HsH) für die hochschulinterne „Weiterbildung in der Hochschullehre – WindH“ unter didaktik@hs-hannover.de anmelden. Die zweijährige Weiterbildung startet am 8. und 9. September mit der Auftaktveranstaltung „Lehre planen und gestalten“.

„WindH“ setzt sich aus drei Modulen zusammen: „Grundlagen des Lehrens und Lernens“, „Lehre als Lernförderung und Lernbegleitung“ und „Profilbildung“. Workshops der Hochschuldidaktik werden hierbei sowohl mit Hospitation als auch mit lehrbegleitendem Coaching kombiniert und ermöglichen so einen hohen Praxisbezug für die Lehre. Die Weiterbildung ist als Gesamtzertifikat akkreditiert und bundesweit anerkannt.

Das seit 2006 von der HsH angebotene WindH-Programm wurde vom Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen an der Technischen Universität Braunschweig entwickelt. An der Hochschule Hannover wird die Weiterbildung in enger Zusammenarbeit mit dem Ressort ZSW – Studium und Lehre durchgeführt.

Das Programm zur achten Weiterbildung in der Hochschullehre – WindH ab September 2016 finden Sie unter diesem Link.